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Zulassungsbeschränkung für Spezialärzte im Kanton Zürich seit 13. Dezember 2019

   

Der Regierungsrat des Kantons Zürich hat am 10. Dezember 2019 beschlossen, ab sofort eine Zulassungsbeschränkung für Spezialärzte im praxisambulanten Bereich einzuführen. Dazu gab es am Vormittag des 13.12.2019 eine Medienkonferenz. Die AGZ wurde kurzfristig, am 12. Dezember abends von der Gesundheitsdirektorin vorinformiert.

Für eine Berufsausübungsbewilligung zur eigenverantwortlichen Tätigkeit im Kanton Zürich mit Berechtigung zur Abrechnung zulasten der OKP muss ein Spezialarzt neu seit 13. Dezember 2019 zusätzlich 3 Jahre Tätigkeit an einer vom SIWF anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte nachweisen. Die Beschränkung trifft also ausländische Ärzte bzw. Ärzte, welche ihre Ausbildung im Ausland absolviert haben.

Ärzte erhalten deshalb neben der BAB zusätzlich eine sogenannte Zulassungsverfügung, worin geregelt wird, wie sie zu Lasten der OKP abrechnen dürfen.

Ärzte, deren Gesuche für eine BAB bis gestern bei der GD eingingen, wurden / werden nach altem Recht bewilligt. Auf alle neuen Gesuche, die nach Mitternacht eingetroffen sind, wird bereits die neue Regelung angewendet.

Ausgenommen sind Haus- und Kinderärzte: Fachärzte Allgemeine Innere Medizin, Praktische Ärzte, Fachärzte Kinder- und Jugendmedizin sowie Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Sie erhalten auch ohne eine 3jährige Tätigkeit an einer schweizerischen Weiterbildungsstätte weiterhin eine BAB und die Berechtigung zur Abrechnung zu Lasten der OKP. Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie gelten als Spezialärzte und müssen die Zulassungsklausel erfüllen. 

Auch für die Tätigkeit als Spitalarzt oder in einem Spitalambulatorium in unmittelbarer Nähe des Spitals ändert sich nichts. Die Spitäler prüfen vor Anstellung von Mitarbeitenden die Voraussetzungen wie bisher.

Für die AGZ kam die Ankündigung überraschend, so dass auch für uns noch Fragen offen sind. Ärztinnen und Ärzte werden deshalb gebeten, dringende Nachfragen direkt an die GD zu richten.

 

Informationsstelle : News der Aerztegesellschaft des KT. Zürich